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Siel Apotheke

Apotheke aus Bad Oeynhausen

Wie wirken meine Arzneimittel bei Hitze?

01.08.2026

Wie wirken meine Arzneimittel bei Hitze?


Liebe Kundin, lieber Kunde,

Wenn es draußen richtig warm wird, kommt der Körper im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwitzen. Das Schwitzen selbst dient dabei der Thermoregulation des Körpers. Der Herzschlag steigt, ebenso der Blutdruck. Die Verhältnisse der Körperflüssigkeiten verschieben sich und auch sonst verändert sich der Körper in der Gesamtheit seiner Funktionen.

Die Uniklinik Heidelberg hat sich intensiv mit den Folgen einer Hitzewelle auf den Körper und der Arzneimitteleinnahme beschäftigt und die Ergebnisse in der Heidelberger Hitze-Tabelle zusammengefasst. Einige dieser Erkenntnisse möchten wir Ihnen gerne aufgrund der Wetterlage auszugsweise vorstellen.

Wirkstoffhaltige Pflaster wie Nikotinpflaster, Hormonpflaster aber auch insbesondere Schmerzpflaster fluten schneller im Körper an, da die Haut unter dem Pflaster stärker durchblutet wird und die Wirkstoffe schneller aufgenommen werden. Zudem erhöht der größere Wärmestau die Durchlässigkeit der Haut, sodass die Wirkstoffe besser die Hautbarriere durchdringen können.

Gängige Blutdrucksenker, die sogenannten ACE-Hemmer, reduzieren das Durstgefühl. Das bedeutet, dass das Verlangen, etwas zu trinken, abgeschwächt ist. Sie erkennen die ACE-Hemmer daran, dass die Wirkstoffe auf –pril enden wie Ramipril, Captopril oder Enalapril. Schreiben Sie sich ruhig auf, wie viel sie an heißen Tagen getrunken haben, wenn sie eines der genannten Arzneimittel einnehmen.

Kommen wir zu den ebenfalls gängigen Schilddrüsenhormonen.
Unter der Einnahme von Schilddrüsenhormonen verstärkt sich in Hitzeperioden die körpereigene Thermogenese.

Viele psychisch wirksame Arzneistoffe reduzieren das Schwitzen. Wie angesprochen dient das Schwitzen der Thermoregulation des Körpers und wenn die Fähigkeit des Schwitzens durch besagte Arzneistoffe eingeschränkt wird, ist auch die Thermoregulation gestört. Hinzu kommt, dass die Aufmerksamkeit bei diesen Arzneistoffen weiter vermindert wird. Dieses ist bereits eine unerwünschte Wirkung dieser Stoffe, die bei Hitze wahrscheinlicher und deutlicher auftreten kann.

Als letzte Arzneistoffgruppe möchte ich die Diuretika ansprechen, also die Entwässerungsmittel. Hier ist das Zusammenspiel von Hitze und Arzneistoff sehr logisch nachzuvollziehen. Schwitzt man mehr, verliert der Körper Flüssigkeit. Nimmt man Diuretika, so verliert der Körper zusätzlich Flüssigkeit. Werden jetzt noch ACE-Hemmer eingenommen, die den Durst reduzieren, so kann es in der Folge der Ereignisse schnell zu einer Dehydration des Körpers kommen.

Ihr Alexander Kopp und die Mitarbeiterinnen
Ihrer Siel-Apotheke in Werste


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Sonnenbrand durch Arzneimittel

01.07.2021

Was hat es damit auf sich?

Liebe Kundin, lieber Kunde,

naja, ganz so dramatisch ist es nicht. Es gibt natürlich keine Wirkstoffe, die einen Sonnenbrand verursachen. Allerdings gibt es einige, durchaus gängige Arzneimittel, die den Körper lichtempfindlicher machen.

So kann es sein, dass ein Medikament über das Jahr hinweg gut vertragen wird, im Sommer aber sehr leicht Rötungen hervorruft, bei denen sich im schlimmeren Verlauf auch Blasen bilden können und ein starkes Brennen auftritt.

In dieser Situation reagieren die Lichtteilchen mit den Arzneistoffen, wobei kleine reizende Zerfallsprodukte entstehen, die für die Reaktion verantwortlich sind. Wird der Sonnenbrand durch die UV-B-Strahlung hervorgerufen, werden die beschriebenen Effekte durch die UV-A-Strahlung ausgelöst. Achten sie daher auf einen Sonnenschutz, der vor beiden Strahlungsarten schützt, setzen sie einen Hut auf und meiden das Sonnenbad zur Mittagszeit. Denken sie bitte auch auf einer längeren Autofahrt an die Sonnencreme, da die UV-A-Strahlung auch durch die Autoscheiben geht.

Zu den Wirkstoffen zählen beispielsweise der gängige Cholesterinsenker Simvastatin, Blutdruck regulierende Mittel wie Nifedipin, Enalapril oder Ramipril, Antibiotika wie Doxycyclin, welches im Sommer gerne bei Zeckenbissen verordnet wird, und Ciprofloxacin – aber auch Mittel wie Amitriptylin, welches in der Schmerzbehandlung und der Behandlung von Depressionen zum Einsatz kommt. Allerdings tritt diese Reaktion bei wenigen Patienten auf, die die oben genannten Mittel einnehmen.

Gerne können Sie uns jederzeit fragen, ob ihre Mittel die Lichtempfindlichkeit steigern können.

Siel Apotheke

Werster Straße 116c
32549 Bad Oeynhausen

Telefon 05731.40133
Telefax 05731.41445

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08:00–13:00 Uhr und 14:30–18:30 Uhr

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