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Siel Apotheke

Apotheke aus Bad Oeynhausen

Vom Piloten und dem Flugzeug

01.08.2024

Vom Piloten und dem Flugzeug


Liebe Kundin, lieber Kunde,

stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Flugzeug und der Pilot wendet sich während des Fluges mit folgenden Sätzen an seine Passagiere: „Sehr geehrte Passagiere, als Ihr Pilot gehe ich nun ins Homeoffice und unsere leitende Flugbegleiterin übernimmt das Steuer. Machen Sie sich keine Sorgen, denn sie hat 5 Jahre Berufserfahrung, ihren Abschluss als Flugbegleiterin mit der Note 2 bestanden und ist schon oft geflogen. Im Notfall kann sie mich per Videoschalte dazuholen und ich erkläre ihr, was sie machen muss. Keine Sorge, wir kriegen sie schon runter!“

Was halten Sie davon? Fühlen Sie sich sicher und gut aufgehoben? Würden Sie einen Flug bei einer Gesellschaft buchen, die sowas praktiziert? Und warum erzählt der Herr Apotheker Kopp sowas komisches?

Selbstverständlich kann keine Flugbegleiterin den Job eines Piloten übernehmen, wenn sie keine ausgebildete Pilotin ist, unabhängig davon, über wie viele Jahre Berufserfahrung verfügt und wie ihre Abschlussnote gewesen ist.

Aber genau so eine Konstruktion will der Bundesgesundheitsminister in den Apotheken in Deutschland nun umsetzen.

Nach seinen Vorstellungen sollen Apotheken Zweigapotheken eröffnen dürfen, deren Leitung eine erfahrene PTA übernehmen soll. Eine solche Zweigapotheke braucht sich zudem nicht am Notdienst beteiligen, keine Salben herstellen, keine Betäubungsmittel abgeben müssen, keine Qualitätsprüfungen von Ausgangstoffen durchführen, kurzum, er möchte Billigapotheken einführen.

Ein ausgebildeter Apotheker oder Apothekerin soll sich per Videoschalte zuschalten können, um die erfahrene PTA bei der Beratung gegeben falls zu unterstützen, wozu dieser aber seine reguläre Tätigkeit pausieren muss.

Das Resultat ist ein weiterer Qualitätsverlust der Arzneimittelversorgung für Sie, die Patientinnen und Patienten, da sie weitere Wege auf sich nehmen müssen, um eine Apotheke zu finden, die sämtliche Leistungen anbieten kann. Sie müssen nachfragen, ob Salben hergestellt werden können oder Betäubungsmittel abgegeben werden können, ob ein Apotheker für eine erweiterte Beratung zur Verfügung steht und so weiter.

Das Ziel, eine Entlastung der bestehenden Apotheke zu erreichen, wird damit aber verfehlt, da diese eben Aufgaben, die die Lauterbach‘schen Billigapotheken nicht erfüllen müssen, zu übernehmen haben, wofür derzeit schlicht und einfach das Personal und das Geld fehlt.

Die Apothekenteams arbeiten seit Corona am Limit, ohne dass ihnen durch die Regierung eine Perspektive geboten wird, wie es die nächsten 10 Jahre weitergehen soll, obwohl alle Parteien stets betonen, wie wichtig Apotheken und eine funktionierende Arzneimittelversorgung sind. Allerdings laufen sämtliche Maßnahmen unter Lauterbachs Verantwortung in die entgegengesetzte Richtung und höhlt das bestehende System weiter aus, fördert niederländische Arzneimittellogistiker – diese sind keine Apotheken nach deutschem und niederländischen Recht – und führt schlussendlich zu einem weiteren Apothekensterben.

Aber warum vergleicht der Herr Kopp nun Apotheken mit Flugzeugen, denn wenn man mit dem Flugzeug abstürzt, ist man tot?
Genau aus dem Grund. Apotheker und Apothekerin zu sein, ist ein Hochsicherheitsberuf. Durch falsche oder falsch angewendete Arzneimittel können Sie sterben. Bekanntlich macht schließlich die Dosis das Gift. Also, unterstützen Sie bitte keine Fluglinien, die ihre Flugzeuge nicht durch Piloten fliegen lassen, sei der Flug noch so günstig und unterstützen Sie keine Gesundheitspolitik, die in selbem Maße ihr Leben riskiert. Und dieses betrifft nicht nur Ihre Apotheke vor Ort, sondern auch Ihre Hausarztpraxis und die Krankenhäuser.

Herzlichst, Ihr Alexander Kopp
und die Mitarbeiterinnen Ihrer
Siel-Apotheke in Werste


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Die Notfalldose

04.04.2024

Ab in den Kühlschrank


Liebe Kundin, lieber Kunde,

bestimmt haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, welche Informationen Ihren Helfern helfen würden, wenn Sie in einen Notfall geraten.

Hierzu gehört sicherlich die Information, welche Angehörigen oder Freunde informiert werden sollten. Aber dem Ersthelfer oder Notarzt nutzen sicherlich auch Angaben über Arzneimittel, die sie zum Zeitpunkt des Notfalls regelmäßig einnehmen oder Informationen über bestehende Allergien und ihre Blutgruppe oder das Vorhandsein eines Organspendeausweises.

Nicht Wenige haben dieses zu Hause bereits aufgeschrieben, aber der Erste hat dieses in der Küche an einer Pinwand, der Zweite bewahrt diese Angaben im Schlafzimmer auf, der Dritte hat dieses fein säuberlich in einem Ordner dokumentiert, der sich in der Garderobe befindet.

Um dieses zu vereinheitlich wurde die Notfalldose entwickelt. In dieser können wichtige Angaben für den Notfall niedergeschrieben und in der Notfalldose aufbewahrt werden.

Die Notfalldose wiederum soll im Kühlschrank gelagert werden. Über die Lagerung informiert ein Aufkleber an der Haus- oder Wohnungstür und am Kühlschrank selbst. Die Rettungsdienste werden zudem darauf geschult, Ausschau nach einer Notfalldose oder einen entsprechenden Aufkleber zu halten. Im Fall der Fälle kann dieses Ihr Leben retten.

Für weitere Informationen sprechen Sie uns gerne an oder informieren sich unter www.notfalldose.de

Herzlichst, Ihr Alexander Kopp
und die Mitarbeiterinnen Ihrer
Siel-Apotheke in Werste


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Gedanken zum Jahresende

01.12.2023

Das Jahr neigt sich dem Ende


Liebe Kundin, lieber Kunde,

es ist (mal wieder) soweit. Unser Newsletter das »Gesundheetsbladd« ist raus und in gewohnter Manier möchten wir dieses nutzen, ein wenig die vergangenen 12 Monate zu resümieren und einen Ausblick auf das neue Jahr wagen.

Wie zu erwarten, ist 2023 für Apotheken aufgrund der politischen Rahmenbedingungen sehr schwierig gewesen. Lieferschwierigkeiten bei lebenswichtigen Arzneimitteln, ausufernde Bürokratie, Fachkräftemangel, finanzielle Einschnitte für uns als Apotheke zur Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen und ein Minister, dessen offensichtlich tiefgründige Abneigung dem Apothekensystem gegenüber immer deutlicher zum Vorschein kommt.

Das alles hat im Sommer 2023 dazu geführt, dass die Apotheken bundesweit mit Ausnahme der Notdienstapotheken und einigen Querschlägern in einer bis dato nie dagewesenen Einigkeit aus Protest gegen diese Politik geschlossen blieben.

Und als ob dieses historische Ereignis nicht Grund genug gewesen sein sollte, die Probleme zu erkennen und über Lösungen nachzudenken, hat sich der Protest im November wiederholt. Denn der Minister will das System letzten Endes weiter aushöhlen. Er plant Apotheken light ohne Notdienst, Salbenherstellung, ohne fachliche Leitung durch eine Apothekerin oder einen Apotheker. Dieses wird (noch) weitere Wege für die Versicherten bedeuten.

Also, Sie sehen, die Perspektive ist wenig erbaulich, dennoch werden wir uns auch 2024 bemühen, Ihnen zuverlässig zur Seite zu stehen; Lösungen für Sie zu finden, wenn Ihr Medikament nicht lieferbar ist; Antworten parat zu haben, wenn Sie Fragen haben und Ihnen zu helfen, um gesund zu werden und zu bleiben.

Denn eins ist klar: Arzneimittel sind keine Ramschware. Und da ja bekanntlich die Dosis das Gift machen, ist es wichtig, Arzneimittel richtig anzuwenden, und dafür braucht es Apotheken. Seit fast 800 Jahren.

Wir, das Team der Siel-Apotheke möchten uns bei Ihnen bedanken, dass Sie uns auch in diesem Jahr Ihr Vertrauen entgegengebracht haben. Leider sind viele von Ihnen unmittelbar von dem Arzneimittel­notstand betroffen gewesen.
Danke für Ihre Geduld, die sie aufgebracht haben, damit wir eine Lösung für diesen Missstand finden konnten.

Genießen Sie Weihnachtsfeiertage und kommen gesund und munter in das neue Jahr.
Wir alle dürfen gespannt sein, was 2024 für uns parat hält.

Herzlichst, Ihr Alexander Kopp
und die Mitarbeiterinnen Ihrer
Siel-Apotheke in Werste


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Wussten Sie eigentlich. Jede Apotheke in Deutschland muss …

01.10.2023

… über eine Rezeptur und ein Labor verfügen.


Liebe Kundin, lieber Kunde,

Aber wofür?
Als Apotheke sind wir verpflichtet, Ausgangsstoffe auf deren Qualität zu prüfen. Dieses erfolgt beispielsweise mikroskopisch, durch Dünnschicht-Chromatographie, Schmelzpunktbestimmung, Bestimmung des Brechungsindex oder mit Hilfe der Nahinfrarot-Spektroskopie. Diese Untersuchungen haben zum Ziel, die Identität des Ausgangsstoffes zu bestimmen, damit es zu keinen Verwechselungen kommt, die im schlimmsten Fall durchaus tödlich verlaufen können. Haben wir die Identität des Arzneistoffes einwandfrei festgestellt, kommen diese in der Rezeptur zum Einsatz.

In der Rezeptur stellen wird Salben und Cremes, aber auch Tropfen und Säfte her. Damit decken wir therapeutische Lücken ab, für die es keine Fertigarzneimittel am Markt gibt.
So kann es vorkommen, dass wir bis zu vier Salben, Cremes oder Tropfen täglich individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt bei uns in der Apotheke herstellen.

Da dieses Herstellen eine der Kernkompetenzen von Apotheken ist, lassen wir unsere Herstellungsqualität zweimal jährlich durch das Zentrallabor Deutscher Apotheker überprüfen.

In diesem Jahr haben die Überprüfungen durch das externe Labor bereits stattgefunden und in beiden Fällen wurde uns die pharmazeutische Qualität der hergestellten Arzneimittel bestätigt.


Für weitere Fragen zu dem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Deutschland – Apotheke der Welt?

15.06.2023

Lieferschwierigkeiten durch Sparmaßnahmen


Liebe Kundin, lieber Kunde,

Vor langer Zeit galt Deutschland als Apotheke der Welt. Viele Errungenschaften im Bereich der Arzneimittelforschung Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts haben dem Land diesen Spitznamen gegeben. Zum Ende des letzten Jahrhunderts führten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen aber zur Verlagerung der Arzneistoffproduktion aus Deutschland und Europa in die günstiger produzierenden Länder in Asien.

Damit steht die Apothekenbranche nicht alleine da, denn viele Branchen haben Produktionen in Fernost und standen in den vergangenen Jahren vor Lieferschwierigkeiten.

Eine entscheidende Voraussetzung sind reibungslos ineinandergreifende Lieferketten, die dafür sorgen, dass die Produkte, egal ob Arzneimittel oder Chips für die Automobilindustrie, et cetera pp., unseren Markt und damit Sie als Kunden erreichen.

Die weltweite Corona-Pandemie wirkte hier als Brand­beschleuniger und legte das Problem mit der Arzneimittelknappheit, dass auch zuvor schon bestand, auf dramatische Weise offen.

So wurden in Indien und China Exportbeschränkungen eingeführt, um die notwendigen Wirkstoffe im dortigen Markt zu halten, damit genügend zur Behandlung zur Verfügung steht, mit der Folge, dass eben diese an anderer Stelle auf der Welt fehlten.

Ibuprofen- und Paracetamol-haltige Säfte und Zäpfchen zur Behandlung von Fieber bei Kindern; Amoxicillin als Saft und Ta­bletten; Candesartan zur Behandlung von Bluthochdruck; selbst Aspirin fehlte zeitweise, nur um die bekanntesten Arzneistoffe zu nennen, die durch Abwesenheit glänzten.

Üblicherweise können mal ein oder zwei Hersteller nicht liefern, sodass wir unsere Patienten gegebenenfalls mit dem Wirkstoff von einem anderen Hersteller versorgen können, aber in den letzten Monaten können wir teilweise Nichts liefern, da auch alle Alternativen vergriffen sind.

Dieses führt dazu, dass wir mit der Arztpraxis eine Lösung besprechen müssen, wie Ihre Arzneitherapie fortgesetzt werden kann. Ein für die Apotheke und die Arztpraxis zeitintensiver Prozess. Erleichterte Abgabebestimmungen, die zur Coronazeit mit Blick auf Kontaktvermeidung eingeführt wurden, werden derzeit schrittweise durch die Krankenkassen zurückgeführt, was ein weiteren bürokratischen Aufwand für uns bedeutet.

Ein Beispiel:
Den Wirkstoff Candesartan gibt es in Tabletten mit 4 mg, 8 mg, 16 mg und 32 mg – zudem noch kombiniert mit einem weiteren Wirkstoff, der entwässernd wirkt.

Nun war der gesamte Markt mit 16 mg über sämtliche
Hersteller nicht lieferbar.
Um Sie als Patienten zu versorgen gab es zwei Optionen:

  1. Sie erhalten von uns zwei Packungen 8 mg, was für den Patienten allerdings die doppelte Zuzahlung bedeutete
  2. die bessere Variante: Sie erhalten 32 mg, die sie teilen, um auf 16 mg zu kommen bei gleicher, und nicht doppelter Zuzahlung.

Um Sie hierbei aber auch mit einer größeren Packungen zu versorgen, müssen wir das Einverständnis des Arztes haben, der uns die Änderung zusätzlich abzeichnet.

Hier nicht aufgeführt sind die Dokumentationspflichten gegenüber der Krankenkasse, warum wir als Apotheke Sie, als Patienten, nicht mit dem von der Krankenkasse bevorzugten Arzneimittel versorgen.

Denn in der Regel haben die Krankenkassen nur mit einem
oder zwei Herstellern eine Vereinbarung über Rabatte getroffen, die wir als Apotheke vorrangig bedienen müssen oder, wenn uns dieses nicht möglich ist, die Nichtabgabe umfangreich dokumentieren müssen.

Sie sehen, dass das Einlösen eines Rezeptes mehr als nur der Gang zur Schublade ist. Viele Formalitäten werden von uns in diesem Moment überprüft, was als Folge der Mangelsituation inzwischen mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Glücklicherweise zeigen Sie als unsere Kundin und Kunde Verständnis für diesen Aufwand.
Dafür eine herzliches Dankschön.


Für weitere Fragen zu dem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Bundesweiter Protesttag der Apotheken

01.06.2023

Am Mittwoch, dem 14. Juni 2023 bleibt unsere Apotheke geschlossen.


Liebe Kundin, lieber Kunde,

Bundesweiter Protesttag der Apotheken am 14. Juni 2023

Erstmalig werden wir uns, wie auch die weiteren Apotheken in Bad Oeynhausen und Löhne, an einem bundesweiten Protesttag der Apotheken anschließen und die Apotheke am Mittwoch, dem 14. Juni 2023, schließen.

Die Arzneimittelversorgung bleibt zwar aufrechterhalten – allerdings nur über die Notdienstapotheken. Die Apothekerschaft reagiert damit auf gesundheitspolitische Entscheidungen der Bundesregierung.


„Lieferengpässe, Personalnot und eine seit Jahren bestehende Unterfinanzierung. Weil die Bundesregierung in ihren Gesetzesvorhaben immer wieder die Probleme der öffentlichen Apotheken übergeht, destabilisiert sie die Arzneimittelversorgung in Deutschland. Seit Monaten weisen wir in persönlichen Gesprächen, Interviews und PR-Kampagnen auf die brisante Lage hin. Die Apothekenteams retten jeden Tag Leben, in dem sie alternative Präparate für nicht verfügbare Arzneimittel beschaffen. Anstatt die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln über die Apotheken vor Ort zu stabilisieren, wird sie geschwächt. Jeden Tag müssen Apotheken schließen. Hochschulabsolventinnen und -absolventen unseres Faches können sich immer seltener den Gang in die Selbständigkeit vorstellen, vor allem, weil die wirtschaftliche Perspektive fehlt. Darauf müssen wir aufmerksam machen“, serklärt die Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening.


Für weitere Fragen zu dem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Pharmazeutische Dienstleistungen

06.02.2023

Niederschwellige Angebote zur Gesundheitsförderung …


Liebe Kundin, lieber Kunde,

Der Gesetzgeber und die Krankenkassen haben Apotheken damit beauftragt, Patienten in deren Arzneimitteltherapie zu unterstützen und zu schulen und haben vor diesem Hintergrund die Pharmazeutischen Dienstleistungen eingeführt.

Diese Pharmazeutischen Dienstleistungen sind für Sie kostenfrei, da wir diese mit Ihrer Krankenkasse abrechnen, wir benötigen lediglich Ihr Einverständnis.

Wir können Sie derzeit in den drei folgenden Bereichen in ihrer Therapie unterstützen:


1. Standardisierte Risikoerfassung hoher Blutdruck
Voraussetzung:

  • Sie haben Bluthochdruck und nehmen seit 2 Wochen mindestens ein blutdrucksenkendes Arzneimittel ein
  • Ihre blutdrucksenkende Therapie wurde vor 2 Wochen umgestellt

In diesem Fall haben Sie einmal in 12 Monaten Anspruch auf eine qualifizierte Blutdruckmessung. Im Fall einer Medikationsänderung können Sie wie oben beschrieben 2 Wochen nach der Änderung erneut vorbeischauen.

Sie erhalten ein Messprotokoll, welches Sie Ihrem Arzt oder Ärztin vorlegen können, damit diese Ihre Blutdrucktherapie verfolgen kann.


2. Einweisung in die korrekte Handhabung mit Üben der Inhalationstechnik
Voraussetzung:

  • das Angebot richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren mit Neuverordnung oder Umstellung von Inhalationsgeräten wie Dosieraerosole oder Pulverinhalatoren
  • sowie an Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren, die während der letzten 12 Monate laut Selbstauskunft keine Einweisung mit praktischer Übung mit dem entsprechenden Gerät in einer Arztpraxis oder Apotheke erhalten haben und laut Selbstauskunft nicht in ein Disease-Management-Programm (DMP) Asthma oder COPD eingeschrieben sind

Wir erklären Ihnen dabei in einem persönlicher Gespräch die korrekte Anwendung Ihres Inhalationsgerätes und üben mit Ihnen die Atemtechnik, die Sie aufbringen müssen, damit das Arzneimittel optimal wirkt.


3. Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation
Voraussetzung:

  • Sie nehmen aktuell bzw. voraussichtlich die kommenden 28 Tage mindestens 5 verschiedene Arzneimittel ein
  • Sie werden in Ihrer Therapie umgestellt und erhalten mind. 3 neue Wirkstoffe

Diese erweiterte Medikationsberatung können wir einmal in
12 Monaten durchführen oder wenn Sie, wie oben beschrieben, eine tiefgreifende Änderung in Ihrer Medikation haben.
Mit Hilfe computergestützter Programme werten wir Ihre Medikation auf möglich Risiken aus, prüfen Dosierungen und halten auf Ihren Wunsch, und nur dann, Rücksprache mit Ihrem Hausarzt.

Sollten wir Ihr Interesse an einer der drei Dienstleistungen geweckt haben, sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.


Für weitere Fragen zu dem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Pharmazeutische Dienstleistungen

01.11.2022

Niederschwellige Angebote zur Gesundheitsförderung …


Liebe Kundin, lieber Kunde,

Pharmazeutische Dienstleistungen – Was ist das denn nun schon wieder?
Mit der Einführung pharmazeutischer Dienstleistungen haben Apotheken erstmals die Möglichkeit, qualifizierte Dienstleistungen, die sie ihren Kunden gegenüber erbringen, direkt mit der Krankenkasse abzurechnen. Wurden Apotheken bisher doch nur für die Abgabe von Arzneimitteln, Hilfsmitteln und Medizinprodukten von den Krankenkasse bezahlt.

Fünf Leistungen stehen anfangs zur Verfügung:

  • Standardisierte Risikoerfassung bei Bluthochdruck-Patienten, die mindestens ein antihypertensives Medikament einnehmen
  • Standardisierte Einweisung in die korrekte Arzneimittel­anwendung und Üben der Inhalationstechnik für Patienten ab einem Alter von sechs Jahren
  • Erweiterte Medikationsberatung von Patienten mit Polymedikation
  • Pharmazeutische Betreuung von Patienten nach Organtransplantation
  • Pharmazeutische Betreuung von Patienten unter oraler Antitumortherapie

Da jede der oben genannten Dienstleistungen nach einem standardisierten Ablauf erfolgen muss, werden wir Ihnen zunächst für die ersten drei genannten Dienstleistungen zur Verfügung stehen.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie Interesse an einer qualifizierten Blutdruckmessung, einer Schulung von Inhalationsgeräten oder einer tiefergehenden Analyse Ihrer Medikation haben.


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Das E-Rezept

04.10.2022

Das Elektronische Rezept …


Liebe Kundin, lieber Kunde,

was sich einfach anhört, seit Jahren in der Planung ist und als einer der größten Fortschritte im Gesundheitssystem gefeiert wird, obwohl es noch gar nichts zu feiern gibt, steht seit dem 01. September 2022 in den Startlöchern.

Ab diesem Datum müssen ALLE Apotheken in Deutschland in der Lage sein können, elektronische Rezepte zu beliefern. Sie können also davon ausgehen, dass jede Apotheke im letzten Winkel der Republik Hard- und Software angeschafft hat, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Was derzeit allerdings fehlt sind Ärzte, die diesen Weg mitgehen. Daher wurde unsere Region Westfalen-Lippe neben Schleswig-Holstein zur bundesweiten Modellregion auserkoren, in der die Ärzteschaft vermehrt ab dem 01.09.2022 Arzneimittel elektronisch verordnen soll.

Nun sieht die Praxis leider ernüchternd aus.
Schleswig-Holstein hat Ende August aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken kalte Füße bekommenen, ist vorerst aus dem Modellvorhaben ausgestiegen und die Anzahl an teilnehmenden Arztpraxen in unserer Region ist ebenfalls überschaubar.

Das Elektronische Rezept kann auf der einen Seite vom Arzt auf Ihr Smartphone geschickt werden, aus dem wir als Apotheke die verordneten Arzneimittel auslesen können.

Der derzeit gängige Weg ist allerdings der Ausdruck der Verordnung auf einem DIN A4-Blatt. Auf diesem sehen Sie viele Datencodes, hinter denen sich die verordneten Arzneimittel und Dosierungen verstecken. Diese Codes lesen wir in der Apotheke aus und wissen dann, welche Arzneimittel Ihr Arzt Ihnen verordnet hat und wir Ihnen aushändigen dürfen.

An dieser Stelle scheitert übrigens das Argument der Befürworter des E-Rezept, dass das E-Rezept papiersparender als das bisher genutzte „Rosa Rezept“ sei. Sind wir bisher mit einem DIN A6-Rezept ausgekommen, benötigen wir nun ein DIN A4-Rezept für die Verordnung des Arztes. Und das ist nun wirklich nicht papiersparender.

Bleibt also der Weg über Ihr Smartphone. Wenn Sie keins haben, bleiben Sie unbesorgt, der Weg über das Papierrezept bleibt!
Wenn Sie ein Smartphone besitzen, können Sie unsere „Meine-Apotheke-App“ nutzen und Ihre E-Rezepte über diese App an uns in die Siel-Apotheke schicken. Wir sehen Ihre Verordnung, bestellen fehlende Medikamente und informieren Sie, wenn alles da ist. Diese geschieht in der Regel noch am selben Tag und gerne können wir Ihnen die Arzneimittel auch auf Wunsch liefern. Schneller und zuverlässiger ist kein Versandhandel.

Darüber hinaus können Sie auch die App der Gematik nutzen.
GEMATIK? Das ist der Laden, der für alles verantwortlich ist und bei dem alles zusammenläuft. Gehört irgendwie der Bundesrepublik, also irgendwie uns allen, findet sich selbst am tollsten, hat aber irgendwie ein wenig was von einer Behörde, in der alles manchmal etwas langsamer geht ; ) obwohl irgendwie schneller gedacht wurde.

Also kurzum, wir sind im beschaulichen Werste bereit, Sie unkompliziert und schnell mit Arzneimitteln zu versorgen, unabhängig davon, wie Ihnen Ihr Arzt die Arzneimittel verschreiben wird. Sorgen Sie sich also nicht, wenn Sie Ihr Rezept komisch aussieht oder Ihr Arzt alles auf Ihr Handy schicken möchte.

Was Sie auf keinen Fall machen sollten, sich von Ihrem Arzt dazu drängen lassen, das Rezept an eine Internet-Apotheke zu schicken.

Sie haben wie bisher freie Apothekenwahl, das bedeutet, dass Sie alleine entscheiden, wer dieses Rezept bekommen soll. Das können wir als Ihre Siel-Apotheke sein, aber auch eine Versandapotheke, bei der es allerdings alles wesentlich länger dauert.

Aber hat das Ganze auch Vorteile?
In der Tat ist zu erwarten, dass es schwieriger sein wird, E-Rezepte zu fälschen. Und die Sache mit dem Papier macht Sinn, wenn ein Großteil des Elektronischen Rezept tatsächlich elektronisch, also über Ihr Smartphone läuft. Aber auch erst dann. Und Sie sparen sich womöglich einen zusätzlichen Weg in die Apotheke beziehungsweise den Botendienst, wenn Sie vorbestellen.

Sie sehen, es bleibt spannend. Lassen Sie uns gemeinsam diese Herausforderung annehmen, auch wenn noch vieles holpert und stolpert. Lassen Sie sich nicht verunsichern und fragen Sie nach, wenn es Unklarheiten mit dem neuen Weg gibt und manches anders aussieht als bisher. Wir helfen Ihnen gerne.


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Die Zecke

01.06.2022

Zeit für die kleinen Parasiten …

Liebe Kundin, lieber Kunde,

die Zecke gehört zu den Spinnentiere und ist ein Parasit, der sich vom Blut seines Wirtes – Mensch oder Tier – ernährt, welches er für sein jeweiliges Entwicklungsstadium benötigt. Entgegen der allgemeinen Vorstellung, dass sich die Tiere von Bäumen fallen lassen, kommen sie vornehmlich in Vegetationen von 30 bis 60 Zentimetern vor – also in Wiesen, an Feldrändern, Büschen und hohen Gräsern, an denen der Wirt die kleinen Tiere abstreift.

Grundsätzlich sucht sich die Zecke dann eine weiche, dünne, gut durchblutete Hautstelle, um an das Blut des Wirtes zu gelangen. Es ist daher empfohlen, sämtliche Körperstellen nach einem Spaziergang durch Wald und Wiesen zu untersuchen, zumal der Biss selbst schmerzfrei ist und nicht wahrgenommen wird. Bis zu 2 Wochen bleibt das Tier nun an seinem Wirt und saugt sich mit Blut voll.

Welche Erkrankungen können Zecken auslösen?
Zecken sind Überträger mehrerer Erkrankungen, wobei allerdings die FSME, die frühsommerliche Meningoenzephalitis, und die Borreliose am Häufigsten als Folge eines Zeckenbisses auftreten.

FSME – Frühsommerliche Meningoenzephalitis
Bei der FSME handelt sich um eine Virus-Erkrankung, bei der das Virus eine Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns oder des Rückenmarks hervorrufen kann. Symptome sind hohes Fieber oder starke Schmerzen.

Der Virusbefall kann nicht behandelt werden, nur die zuvor genannten Symptome, der betroffene Körper muss durch sein Immunsystem selbst mit der Infektion klarkommen.
Wie bei vielen Viruserkrankungen sorgen Impfungen dafür, dass der Körper auf das Virus vorbereitet ist. Daher empfiehlt es sich bei Reisen in FSME-Risikogebiete, sich rechtzeitig gegen FSME impfen zu lassen.

Borreliose
Anders als beim FSME-Virus liegt der Borreliose eine Infektion mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi zugrunde. Auch dieses kann im Körper schwere Schäden im Bereich der Nerven, Gelenke und Organe hervorrufen. Besonders im Frühstadium kann die Borreliose gut mit gängigen Antibiotika behandelt werden.

Woran kann ich eine durch Zecken hervorgerufene Erkrankung erkennen?
Die Inkubationszeit bei der FSME kann durchaus einige Wochen betragen, weshalb es für den Betroffenen schwierig ist, Rückschlüsse auf einen Zeckenbiss zu schließen. Oftmals stehen in einer ersten Erkrankungsphase starke, grippeähnliche Symptome wie hohes Fieber im Vordergrund, weshalb sie oft mit einer Sommergrippe in Verbindung gebracht wird.
In einer zweiten Erkrankungsphase treten dann bei etwa 50% die Entzündungen der Hirnhäute und des Gehirns auf.
Die Borreliose zeigt um die Einstichstelle eine kreisrunde, sich stetig ausweitende Rötung, die sogenannte Wanderröte. Allerdings kann es bis zu 4 Wochen dauern, bis diese in Erscheinung tritt. Daher sollte man die Einstichstelle über mehrere Wochen gut beobachten. Je früher dann mit einem Antibiotikum begonnen wird, desto erfolgsversprechender ist der Therapieverlauf.

Wie kann ich mich schützen?
Schützen Sie sich durch das Tragen langer Kleidung und geschlossenem Schuhwerk, wenn Sie einen Spaziergang durch die Wälder und Wiesen planen. Dadurch wird den Zecken der Zugang zu Ihrer Haut erschwert. Zudem können Sie die kleinen Übeltäter auf heller Kleidung besser erkennen und entfernen, bevor sie auf Ihre Haut krabbeln.
Sprühen Sie sich vorher mit einem Zecken abweisenden Spray ein. In der Regel hilft dieses auch gegen Mücken.
Kontrollieren Sie anschließend besonders die Haut im Bereich der Knie, des Bauches und der Brust sowie den Leistenbereich. Bei Kindern ist häufig der Kopf und Haaransatz betroffen.

Und selbstverständlich sollten Sie sich bei Reisen in ausgewiesene FSME-Gebiete impfen lassen.

Wie entferne ich eine Zecke?
Entfernen Sie die Zecke mit Hilfe einer Zeckenzange möglichst hautnah, indem Sie die Zecke an den Mundwerkzeugen greifen. Ziehen Sie diese dann senkrecht langsam aus der Haut.

Vermeiden Sie ruckartiges Ziehen oder die Anwendung von Öl oder anderen Flüssigkeiten.

Desinfizieren Sie die Einstichstelle anschließend mit Alkohol oder einem Wundantiseptikum. Suchen Sie weitere Körperregionen ab und beobachten die Einstichstellen mehrere Wochen.

Für weitere Fragen zu dem Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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